Vor ein paar Monaten habe ich bei einem Besuch in einem Wohnungsbordell eine sehr nette Sexarbeiterin kennengelernt, die nur ab und zu in Deutschland tätig ist und ansonsten einem anderen Beruf im europäischen Ausland nachgeht. Wie pflegen seitdem freundschaftlichen Kontakt, vor allem per WhatsApp und Telefon. Seit ein paar Wochen arbeitet sie wieder in einem Etablissement in der näheren Umgebung von Frankfurt und sie hat mich über die Arbeitsbedingungen aufgeklärt, die dort herrschen. Und ehrlich gesagt bin ich ziemlich schockiert darüber. Aus Schutz für meine Freundin werde ich weder Namen noch Ortsangaben machen! Die Konditionen: - Die Hälfte der Einnahmen geht an das Etablissement (das ist wohl generell üblich und auch ok, da sich das Etablissement um das ganze Drumherum kümmert). Soweit, so gut... - Die Damen müssen 14 Stunden pro Tag arbeiten, sprich anwesend sein und auf Kunden warten. Das Gebäude darf in dieser Zeit nicht verlassen werden! Einkäufe, Spaziergänge etc. sind quasi nur in den frühen Morgenstunden möglich. - Die Damen dürfen nicht vor Ort kochen, Essen muss bestellt werden, natürlich auf eigene Kosten. - Die Damen müssen in dem Etablissement übernachten, Übernachtungen auswärts sind verboten. Für die Übernachtung wird eine Gebühr von 25 Euro pro Nacht verlangt, zusätzlich müssen die Frauen wöchentlich noch 10 Euro für Strom zahlen. - Die meisten Frauen haben weder ein eigenes Zimmer noch ein eigenes Bett zur Verfügung. Sie schlafen in Gemeinschaftsräumen, teilweise zweit oder zu dritt in einem Doppelbett. Mich haben diese Zustände ziemlich schockiert! Kein Wunder, dass viele Sexarbeiterinnen ein Drogen-oder Alkoholproblem haben und es häufig zu Streit und Stress in den Etablissements kommt. - Dazu kommt, dass auf den Webseiten der Etablissements Dienstleistungen als selbstverständlich angeboten werden, die ein Großteil der Frauen aber absolut ablehnt. Das führt dann wiederum zu Stress und Diskussionen mit den Kunden, die möglicherweise etwas anderes erwarten... Meinen Fragen an euch: Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Was können wir als Kunden dafür tun, dass es den Sexarbeiterinnen besser geht? Habt ihr überhaupt ein Interesse daran oder ist es euch egal? Liebe Grüße Euer TrailofDead
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