Nix los in der Sommerzeit

Dieses Thema im Forum "Dies und Das aus dem Rotlichtviertel" wurde erstellt von Gerd, 31. Juli 2004.

  1. von Gerd
    Gerd

    Gerd Gesperrt

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    VON GITTA DÜPERTHAL
    29.07.2004

    Im Dienst trotz Urlaubszeit:
    In der Serie stellt die FR Menschen vor, die arbeiten, während andere rund um die Welt reisen, die nicht weg können, oder die für das Vergnügen der Dagebliebenen sorgen.
    Heute: die Prostituierte Rosa.

    "Uff, Feierabend. Naja, in den Ferien ist schon alles entspannter. Die Stadt leert sich zunehmend. Das ist auch in meinem Metier deutlich zu merken", sagt die Südamerikanerin Rosa (Name von der Redaktion geändert). Rosa ist Prostituierte und arbeitet im Bahnhofsviertel - wo auch sonst? Sie teilt die Sorgen und Freuden all derer, die selbstständig tätig sind. Es ist wenig los, man hat mehr Zeit. Das ist positiv. Die Nachfrage sinkt, die Kosten laufen trotzdem weiter. Das ist bedenklich. Eine zwiespältige Angelegenheit also: "Viele Männer sind im Urlaub. Oder sie gehen lieber Schwimmen als zur Prostituierten. Der Job läuft nicht besonders." Vier Freier pro Tag in den Ferien - mehr kommen meist nicht.

    Deshalb hat Rosa mehr Zeit, andere Dinge zu erledigen. "Letzte Nachtschicht waren es bloß drei Männer. Wenn man Glück hat, zahlen sie jeweils 50 Euro. Das ist jedoch Verhandlungssache", meint Rosa. Wie es genau gelaufen ist, möchte sie nicht verraten. Berufsgeheimnis. Finanzielle Sorgen spuken Rosa stets im Kopf herum. "Ich teile mir das Zimmer im Bordell mit einer Kollegin. Wir arbeiten abwechselnd in zwei Schichten. Doch 90 Euro Zimmermiete pro Tag müssen wir selbst in den Ferien zahlen - auch wenn nichts läuft. Nachtschicht ist von 18 bis vier Uhr morgens", erläutert die zierliche 35-jährige Frau. "Es ist allerdings nicht so, dass ich nichts zu tun hätte, wenn weniger Männer kommen. Mal gehe ich ein paar Kondome oder Reinigungsmittel einkaufen, oder es ist Zeit, zum Plausch mit Kolleginnen. Und warten, warten…!"

    Dann ist endlich Feierabend. Rosa ist trotz Flaute optimistisch: "Ich fühle mich hier wohl im Frankfurter Bahnhofsviertel. Nach Feierabend gehe ich schlafen. Um zwölf Uhr mittags wache ich für gewöhnlich auf und gehe Kaffee trinken." Fast an jeder Ecke trifft Rosa Freundinnen. "Die Nacht auf Freitag ist frei. Mit einer Kollegin werde ich chinesisch kochen."

    Endlich mal Zeit zum Plausch mit Kolleginnen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2004
  2. von latinalover
    latinalover

    latinalover Mitglied

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  3. von Elvis123
    Elvis123

    Elvis123 Mitglied

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